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DFB: Neue Rolle für Philipp Lahm?

Posted 3. Oktober 2018 – 09:02 in: Neues aus der Fußballwelt

Deutschland wird die EM 2024 als Gastgeber ausrichten. Wesentlich hat der DFB dies auch Philipp Lahm zu verdanken. Der war ursprünglich nur ein Werbe-Botschafter unter vielen. Schnell stieg der Kapitän der Weltmeister-Elf von 2014 aber zum Gesicht der deutschen Kampagne auf und wurde das zentrale Aushängeschild. Für seine Aufgabe als EM-Botschafter erhielt Lahm ein Honorar in Höhe von 250.000 Euro. Eigentlich sollte er weiter für die deutsche EM arbeiten und das zentrale Testimonial bleiben – der DFB wollte den 34-Jährigen zum Chef des Organisationskomitees (OK) machen. Hier stellen sich allerdings unerwartete Probleme in den Weg. Der Verband muss deshalb eine neue Rolle für Lahm finden.

Das Problem: Lahm und seinen Berater gibt es nur gemeinsam
Das Problem für die Pläne des DFB: Lahm würde schon als OK-Chef fungieren. Dann allerdings müsste auch sein Berater Roman Grill in das Komitee aufgenommen werden. Darauf besteht der ehemalige Rechtsverteidiger. Beide Männer gibt es nur im Doppelpack – oder gar nicht. Neu ist so ein Verlangen für den Verband nicht: Schon für die WM 2006 stellte Franz Beckenbauer die gleiche Forderung für seinen Agenten Fedor Radmann. Damals gab der Verband nach und bedauert dies bis heute. Beckenbauers Berater nutzte das WM-OK vor allem als Bühne für sich selbst und nicht für konstruktive Arbeit. Bei Lahm möchte der DFB vermeiden, dass sich Geschichte wiederholt. Laut „kicker“ ist auch die UEFA nicht angetan von der Idee, dass Grill ins OK kommt.

Lahm ins DFB-Präsidium?
DFB-Präsident Reinhard Grindel hat deshalb eine neue Idee: Lahm soll als kooptiertes Mitglied ins Präsidium des Verbands aufgenommen werden und hier zur EM 2024 „mitberaten.“ Der frühere Bayern-Spieler sei außerdem „herzlich eingeladen, seine Erfahrungen in sportlichen Fragen zur Verfügung zu stellen“, schildert der DFB-Boss im „ZDF-Sportstudio“. Der Plan lautet also, Lahm zu einer Art inoffiziellem EM-Chef zu machen. Zustimmen muss dem noch das restliche DFB-Präsidium.

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